PHL003 Mikrofonie und Audio-Interfaces

Nachdem wir uns in der letzten Folge mit dem Herzstück der Musikaufzeichnung, der DAW beschäftigt haben, widmen wir uns nun dem Thema woher wir eigentlich den aufzunehmenden Stoff bekommen und wie wir ihn in die DAW bringen. Mikrofone und Audio-Interfaces sind da unabdingbare Werkzeuge mit denen man eine ganze Menge anstellen kann, wenn man weiß was man machen möchte und was man dazu braucht. Wir hoffen Euch mit dieser Episode einen Überblick über Mikrofonie und den Einsatz von Mikrofonen und Audio-Interfaces verschaffen zu können. Viel Spaß!


Teilnehmer:
avatar Bony Stoev
avatar Matthias Fromm Amazon Wishlist Icon

Shownotes:

Hausmeisterthemen:

Thema I: Mikrofonie

Thema II: Audio-Interfaces

Veröffentlicht von Matthias

Born '81. Berlin-based. Science Fan | Podcaster Science Communication & -PR | Education & E-Learning | Rock'n'Roll | Metal | Sailing | Podcasting Jack of all trades, master of none.

8 Kommentare

  1. Habt Ihr ein Szenario wie man ein Multichannel-Interface mit einem Analogen Mischpult kombiniert (für Podcasting // Livestream // n-1 Mix etc.).

    Würde man einfach jeden Track 1:1 von einem Ein- auf einen Ausgang des Interfaces routen und dann die einzelnen Kanäle vom Output aufs Pult legen oder das Interface eher “hinter” das Pult knuppern (wie?). Ich will parallel für den Live-Part gern auch Comp/Limit/DeEss in Hardware für jede Spur einschleifen und dennoch Multitrack aufnehmen.

    Gruß an euch,
    Robert aus Frankfurt
    P.s.: die Rechtschreibfehler werden ihnen präsentiert von iPad im Zug.

    • Moin Robert!

      Da fänden wir bestimmt was. Kannst Du kurz sagen, um was für ein Interface und was für ein Mischpult es sich handelt?

      Und warum möchtest Du sowohl Mischpult, als auch Interface verwenden. So genau hab ich noch keinen Durchblick.

      Cheers,
      Matthias

    • Mhh, ggf. unterschätze ich auch die Mischfähigkeiten der Interfaces.

      Ich skizziere mal was ich so bräuchte bzw. habe.
      Ich hab Mikrovorverstärker, einen Comp/Expander/Limiter/DeEsser und ein analoges Mischpult mit 12 Kanälen (Yamaha MG124C).
      Derzeit gehen dort Mikrofone rein, ein iPad als Jinglezuspieler und Skype auf einem Kanal. Die Summe geht in den PC (externe Stereo-USB-Soundkarte). Diese Summe nehme ich auf. Parallel geht ein n-1 (ohne den Skype-Kanal) über einen Aux-Send raus und in die On-Board-Soundkarte des Rechners und von dort ins Skype als Rückkanal für den/die entfernten Kollegen. Außerdem geht die Summe natürlich auf einen 4-Kanal KH-Verstärker zum latenzfreien Monitoring und eben die Skype-Connection hören zu können. Die Summe würde dann auch für den Live-Streamherhalten und ist eben schon in Hardware über die Comp/Expander etc.-Kette gelaufen.

      Dies würde ich nun gern Multitrack aufrüsten. Meine Idee war nun mit einem Multichannel-Interface das man irgendwie da dran knuppert jeden einzelnen Kanal aufnehmen zu können und sonst an dem “gewohnten Setup” nichts groß zu verändern.

      Soweit ich verstehe können die Interfaces die einzelnen Kanäle auch gemischt auf einzelne Ausgänge legen und demnach müsste ein n-1 Mix möglich sein. Korrekt?
      Ist der denn dann Latenzfrei?
      Wie einfach kann man da mal einen Kanal auf 0 ziehen falls es nötig wird. Am Mischer kann ich da ja mal schnell hingreifen und fix für Ruhe sorgen.
      War das verständlich?

  2. Hallo Robert,

    du kannst es sehr gut mit dem Software Mixer von RME realisieren. Bei dem kannst du beliebig deine Ein- und Ausgänge routen, wie du lustig bist. Bei RME kannst du einfach dann auch den Kanal doppelt drauf klicken und der Kanalzug ist zu. Monitoring lässt sich auch latenzfrei betreiben, da alles über den DSP vom Interface läuft. Dann könntest du einfach in deiner DAW die Eingänge auswählen, die du aufnehmen möchtest.

    Am besten du testet es mal aus. Bei Justmusic und co. gibt es Vorführgeräte und dort kannst du es ausprobieren, ob es so klappt, wie du es dir vorstellst.

    Beste Grüße aus dem verregneten Berlin
    Bony

    • Das RME ist zwar ein Traum, aber mir definitiv zu teuer. Aber grundsätzlich ist das doch mit einem, sagen wir Presonus FireStudio Project oder einem Focusrite PRO genauso oder?

  3. Moin Robert!

    Die Frage ist halt aus meiner Sicht, warum Du beides haben wollen würdest – ein Interface und ein Mischpult in getrennten Geräten. Die von Bony beschriebene Lösung ist rein softwarebasiert. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann wäre es Dir durchaus auch lieb Knöpfe und Regler zu haben die Du instantan bedienen kannst, ohne erst in das richtige Fenster gehen zu müssen (wobei man sich daran gewöhnt). Wenn Du also eine Hardware-Lösung in Betracht ziehen möchtest, gäbe es a) die Möglichkeit eines Mischpults, dass über USB 2.0 oder Firewire mehrere Tracks in die DAW übertragen kann, oder b) Hardware-Controller für einen Software-Mixer oder DAW. Bei beiden Lösungen bist Du da aber schnell auch bei relativ viel Geld.

    In der Tat ist Ausprobieren beim Händler des Vertrauens am besten.

    Cheers,
    Matthias

    • Ich danke euch vielmals für die Erklärungen.

      Ich glaube ich hab wirklich die Flexibilität der Audiointerfaces unterschätzt und bisher nicht auf’m Schirm gehabt das die eben viel mehr als nur ‘ne schnöde Mehrkanal-Soundkarte sind.
      Dass da eben eine eigene Steuersoftware mit dazu kommt die solches Mixing & Routing möglich macht. Als Besitzer einer einfachen externen USB-Soundkarte mit Stereo die man einfach nur dransteckt und die dann ohne Software einfach losarbeitet hab ich wohl komplett übersehen was da heutzutage schon alles geht.

      Wie es aussieht werd ich wohl mal auf so ein Focusrite Saffire Pro einen genaueren Blick werfen und das in der Tat mal irgendwo ausprobieren gehen.

  4. Moin Robert!

    Ja die Dinger können heutzutage schon ziemlich viel. Und ja, das RME ist schon arg teuer, ist aber auch einfach das hochwertigste Gerät dabei. Presonus und Focusrite nehmen sich nicht viel, da musst Du dann einfach darauf achten, welches Gerät Du nimmst, denn je nach Art unterscheiden sich die Geräte.

    Beispiel: ich verwende seit längerer Zeit das Presonus Firestudio Project im “festen Studioeinbau” und das Focusrite Saffire Pro 24 im mobilen Setup (wobei ich da gerade auf ein zweites Firestudio umsteige. Du müsstest als erstes festlegen, ob Du Deine oben beschriebenen Funktionen Comp/Expander/Limiter/DeEsser in Hardware oder Software machen möchtest. Wenn Du diese in Software vorhalten möchtest gibt es zwei Möglichkeiten: entweder in der Postproduktion nach der Aufnahme, oder bereits im Live-Betrieb während der Aufnahme. Ersteren Weg beschreite ich, da ich die Aufnahme so roh wie möglich mache und dann Effekte in der Postproduktion in der DAW oder bei Auphonic mache. Wenn Du bereits mit Effekten aufnehmen möchtest, dann empfiehlt sich ein Interface mit DSP. Bei Focusrite wäre das beispielsweise das Saffire Pro 24 DSP, bei Presonus würde Dir da das Presonus 1818 VSL (Virtual Studio Live, sozusagen die DSP Variante von Presonus) zur Verfügung stehen. Kurzer Hinweis: das Saffire und das Presonus Firestudio kann man über Firewire anschließen, wobei es das Firestudio nicht mit DSP (bzw. VSL) gibt.

    Jetzt müsstest Du entscheiden wieviele Eingänge Du benötigst, ob Dir bspw. das Saffire Pro 24 reicht, oder Du mehr Eingänge beim Firestudio oder beim 1818 VSL benötigst.

    Cheers,
    Matthias

    P.S.: Danke Dir für Deine Kommentare, wir helfen immer gern!

    P.P.S.: Wenn Du nirgendwo etwas zum Ausprobieren findest, kann ich Dir gern auch mal mein “altes” Focusrite Saffire Pro 24 (“leider” ohne DSP) zur Verfügung stellen. In dem Fall, einfach eine kurze Mail an mich und wir schauen, wie wir das auf die Reihe kriegen.

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